Keine Eltern, keine Stimme: Inobhutnahme aus Sicht eines betroffenen Kindes

Was passiert mit einem Kind, wenn es gegen seinen Willen aus der Familie gerissen wird?

Hannes war zwei Jahre alt, als er in Obhut genommen wurde. Der Grund? Bagatellen, wie er heute sagt. In einem eindrucksvollen Interview berichtet er von seiner frühesten Erinnerung, der plötzlichen Trennung von seiner Familie, den Gesprächen mit dem Jugendamt und dem Gefühl, nicht gehört worden zu sein. Ein Kind, das sich wünscht, dass jemand zuhört – und niemand tut es.

„Ich war derjenige, der keine Eltern hatte.“

Dieses Video ist keine Anklage – sondern ein Einblick. In das Innenleben eines Kindes, das durch das Raster gefallen ist. Hannes erzählt, wie schwer es war, in der Wohngruppe anzukommen, wie viele Jahre es dauerte, bis er wieder herauskam, und welche Spuren diese Zeit hinterlassen hat.

Warum dieses Video wichtig ist

Mehr als eine Million Kinder und Jugendliche sind in Deutschland von familiengerichtlichen Maßnahmen betroffen. Doch selten kommen sie selbst zu Wort. Dieses Gespräch mit Hannes ist ein Versuch, diese Lücke zu schließen.

Kindeswohl bedeutet mehr als Paragraphen und Verfahren. Es bedeutet zuhören. Verstehen. Und manchmal auch: Fehler eingestehen.

Sie möchten sich einbringen? Hinterlassen Sie gern einen Kommentar unter dem Beitrag. Wenn Sie selbst betroffen sind oder Fragen haben oder Unterstützung benötigen, schreiben Sie mir direkt unter: creydt@heinercreydt.de.